May 30 June 01 June 02 June 03 June 04 June 05 June 06 June 07 June 08 June 09
 
Als das Telefon auf meinem Schreibtisch klingelt und die Nummer von Jerome Maupoint aufleuchtet, gehe ich davon aus, dass wieder spannende Tage vor mir liegen. Was wird Gin Gliders reisender Fotograph diesmal geplant haben? Um so interessanter für mich, da es immer um das Fliegen in den schönsten Gegenden geht. Wie sollte ich da nicht dabei sein? „Ey Mark, ich aber vor zum Lake District zu kommen, um ein paar Fotos zu machen!“ „Fantastisch, wann?“
„Ich möchte etwas Grünes in meinen Fotos haben, verstehst Du? Bist Du gesoart, ä? Du weißt schon, mit dem Wind!“
Ich schau aus dem regenverhangenen Fenster zum gegenüberliegenden Tal, wo Blencathra sein sollte. Vorbeijagende Wolkenfetzen streifen mein Blickfeld als würde ich aus dem Fenster eines vorbeifahrenden Zuges schauen.
„Oh ja, Jerome wir haben Wind. Sehr viel Wind. Komm nur hierher und wir werden einen windigen Spaß haben!“
Wir planen die ersten 10 Tage im Juni ein, da geht’s auf die Sommersonnenwende zu. Ich schreibe ganz fett, mit dem dicksten Filzstift den ich finden kann MARK FLYING auf unseren Wandterminkalender.
Es ist super im Gleitschirmgeschäft zu arbeiten: du kannst immer mit dem neuesten Material herumspielen und arbeitest mit Sachen die du einfach liebst, also der perfekte Job würde man annehmen. Das Problem ist, dass man vor Arbeit, die in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, gar nicht mehr zum Fliegen kommt. Als wir versuchten den, Fotoshoot für Gin festzumachen, wurde mir klar, dass ich die 10 Tage als Arbeitszeit anrechnen könnte. Ganz aufgeregt über diese Aussicht begann ich Pläne zu machen. Jerome wollte ich zeigen, wie wunderschön es hier ist. Ich bin ein sehr stolzer Cumbrianer! Ich flog schon überall auf der Welt, aber dieses Land hier liebe ich. Das Fliegen hier ist grandios, aber ich wollte Jerome auch die anderen Seiten der Seen zeigen: die Leute, die Bauern, die Tiere, die hiesigen Sonderlinge und natürlich das Bier und die Pies. Ich wollte, dass er die richtige cumbrische Kultur kennen lernt.

Mittwoch,31.Mai
Zwei Monate später stehe ich in der Ankunftshalle des John-Lennon-Flughafens in Liverpool. Jerome kommt pünktlich an und am Nachmittag sitzen wir schon zusammen in meinem Auto. „Wenn ich ordentlich aufs Gas drücke, können wir um 17 Uhr am Startplatz sein. Der Seewind wird am Walla Cray anliegen!“ Ich erzähle ihm das während wir den M6 hochjagen und die dicken Wolkenstrassen bewundern, die in Richtung Pennies ziehen. Als wir anhalten verschicke ich ein paar SMS und arrangiere ein Treffen mit Patrick und Swanny.
Als wir uns dem Startplatz mit dem Auto von der Rückseite nähern, leuchten Jeromes Augen. „Eh, Marc, es ist genau so wie in Annecy,“ sagt er gleichzeitig erregt und erleichtert.
Walla hat perfekte Bedingungen, wir soaren sanft in der Seebrise, spielen ein wenig und wetteifern in der ruppigen Thermik. Wir freuen uns, obwohl wir gegen die einheimischen Bussarde mit unseren Flugkünsten schlecht aussehen. Wir fliegen raus über den Derwant Water und finden eine Konvergenz zwischen zwei Seewindkorridoren, die uns hoch über dem Wasser hält und uns laut auflachen lässt. Wir landen nahe bei den Autos und wir packen gemütlich zusammen. Der erste Flugtag mit bestem Wetter hat viele Piloten aktiviert und am Landeplatz in Castlerigg wimmelt es nur so. Kurz darauf sitzen wir im Pub und ich mache Jerome mit einem Pint von Jennings Cumberlan Ale bekannt, meinem Lieblingsbier.
„Das ist ein grosses Glas!“ Jeromes erstes Bier geht schnell runter, ebenso wie die Folgenden. Ich bemerke ein zustimmendes Nicken der Einheimischen in unsere Richtung. Der Kerl macht sich hier ganz gut.

 
Bobcat
Gin Newsletter
Gin Catalogues
Gin Pro Press Access
Music Player
Operation Nazca
download free MP3
New wear collection 2006
    HOME   CORPORATE   TEAM   DOWNLOADS  

© 2009 Gin Gliders Inc.